Spiel & Bindung

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 Online-Gruppenkurs

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BITTE BEACHTEN: Dieser Kurs ist bisher noch nicht als Onlinekurs verfügbar. Er wird derzeit als erster Teil des Vor-Ort-Intensivkurses Spezial über Spiel angeboten, welcher in Montreal im Juli 2018 und in Berlin vom 29.09. bis 03.10.2018 stattfindet. Auf dieser Website finden Sie dazu weitere Informationen.

Kursbeschreibung

Bindung und Spielen sind die denkbar wichtigsten menschlichen Triebe. Unser zentrales Bedürfnis ist Zusammensein in all seinen Varianten und Kombinationen. Und Spielen ist das Medium, wodurch die Natur am ehesten in der Lage ist, uns reifen zu lassen. Es sollte also nicht überraschen, dass zwischen Bindung und Spielen eine komplexe und faszinierende Beziehung besteht. Im Prinzip könnten wir sagen, dass Bindung dafür gemacht ist, das Spielen zu unterstützen und dass Spielen dafür gemacht ist, die Bindung zu unterstützen. Das wichtigste Spiel von allen ist das Spielen, das der Bindung dient. Ob es das Auslösen, das Ausleben oder das Bewahren von Bindung ist: Keine Beziehung sollte ohne die Unterstützung sein, die im Spielen liegt, auch Partnerschaften nicht. Und in jeder Familie sollte es eine Kultur von bindungsförderndem Spielen geben. 

Dieser Kurs aus sechs Lektionen baut auf den begrifflichen Grundlagen auf, die in dem Buch (bzw. Kurs) Spielen verstehen dargelegt sind, sowie auf dem Neufeld-Intensivkurs I. Der Kurs selbst ist eine Voraussetzung für den Kurs über Spielen und Emotionen, der acht Lektionen umfasst. 

 

Zielgruppe und Anwendbarkeit

Der Inhalt dieses Kurses ist universal anwendbar, da der Spielinstinkt in unserer Natur liegt und absolut entscheidend ist, um ganz Mensch und ganz und wirklich menschlich zu werden. Wir alle müssen spielen und wenn wir in Bindungsschwierigkeiten oder Probleme geraten, gilt das umso mehr. Wie bei allen Kursen des Neufeld-Institutes geht es im Allgemeinen darum, Kinder zu verstehen, aber in diesem Fall enthüllt Dr. Neufeld auch, warum Erwachsene ebenfalls sowohl selbst spielen müssen als auch beim Spielen in Führung gehen sollten. Dieser Kurs richtet sich an Eltern, Erzieher und Menschen in therapeutischen Berufen, sowie an alle Erwachsene, die daran interessiert sind, wie das Spielen ihren Freundschaften und Partnerschaften dienen kann.

Kursablauf

Lektion 1  Wie Bindung dem Spielen dient

Der Kurs beginnt mit einer Erkundung, inwieweit Bindung dem Spielen dient und einem besonderen Abschnitt über die Bedingungen, die emergentes Spiel ermöglichen, bei dem die Samen der Individualität keimen können.

 

Lektion 2  Wie Spielen der Bindung dient

Spielen dient der Bindung in mindestens sechs verschiedenen Arten, darunter die Auslösung von Bindungen, dem Schutz von Beziehungen gegen die Belastungen durch impulsiven Ausdruck von Emotionen und sogar defensiver Bindungsabwehr. Spiel ist der ideale Starter für menschliche Beziehungen und sollte von Anfang an in unserem Leben mit unseren Kindern eine Rolle spielen. Wohl jede Beziehung braucht die Unterstützung, die im Spielen liegt. In dieser Lektion werden die Teilnehmer erfahren, wie sie die Menschen, die sie lieben, spielerisch sammeln können und wie Spielen dazu beitragen kann, ihre Partnerschaften zu bewahren.

 

Lektion 3  Spielen und die sechs Arten der Bindung                                                                     

Wir betrachten, wie sich jede der sechs Bindungswurzeln beim Spielen manifestiert. Wir erkunden, wie jede Bindungswurzel zunächst spielerisch auftaucht, bevor sie im wirklichen Leben umgesetzt wird. Wir gehen weiter auf das Spielen mit Berührung, mit Gleichheit, mit Zugehörigkeit, Loyalität, Wertschätzung, mit Liebe, Geheimnissen und Exklusivität ein. Ein Bewusstsein für die Rolle des Spiels hilft uns, zu sehen, wie wir seine Macht einsetzen können, um unseren Kindern zu helfen, ihre Beziehungsfähigkeit vollständig zu entwickeln.

 

Lektion 4  Spielen und die hierarchischen Bindungsinstinkte: Alpha und Abhängigkeit

Das hierarchische Wesen der Bindung führt zu vielen Schwierigkeiten in Gesellschaften, in denen es einen großen Widerstand gegen Abhängigkeit gibt, Alpha als unangemessen gilt und eine Leidenschaft für Gleichheit, die hierarchische Realitäten verdeckt, herrscht. Spielen wirkt sich hier rettend aus und kann sogar zum Entstehen einer Dynamik der „fürsorglichen Alphaschaft" führen, die das Elternsein in der Zukunft prägen kann. Wenn wir die Rolle des Spielens verstanden haben, überrascht es nicht, dass sich die Abwesenheit von hierarchischem Spielen verheerend auf die Entwicklung auswirken kann. Zu dieser Lektion gehört eine Erkundung, inwiefern Spielen benutzt werden kann, um die Tyrannendynamik anzusprechen als auch um die früheste Saat natürlicher Demokratiefähigkeit zu säen. 

 

Lektion 5  Spielen und die Schutzinstinkte: Gegenwille und Scheu

Die Bindungsinstinkte von Gegenwille und Scheu werden in unserer Gesellschaft oft als problematisch betrachtet. Spielen hilft uns, für beide Instinkte einen Weg zu finden, indem wir den Wert der natürlichen Impulse schätzen und sie gleichzeitig gegen die negativen Auswirkungen auf Beziehungen schützen. Wir erkunden, wie Spielen benutzt werden kann, um sowohl Gegenwillen zum Ausdruck zu bringen als auch, ihn zu umgehen. So wird das Spielen ein Hauptinstrument für den Umgang mit problematischem Verhalten bei jenen, die dazu tendieren, das Gegenteil von dem zu tun, was man ihnen sagt. Zu dieser Lektion gehören Ausführungen darüber, warum Plato uns davor warnte, Kinder zum Lernen mit Zwang anstatt mit Spiel anzuhalten.

Lektion 6  Wie wir eine Kultur von bindungsförderndem Spiel erschaffen

Der erste und wichtigste Zweck des Spielens ist, dass sich die formgebenden Bindungen bilden könne, die ein Kind braucht. Der wichtigste Zweck der traditionellen Kultur bestand darin, diese Art des Spielens zu beschützen. Ohne eine solche Kultur müssen wir heute die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen und eine Kultur des bindungsfördernden Spiels erschaffen, um die Beziehungen, die unsere Kinder brauchen, sowohl hervorzubringen als auch zu bewahren. Wir erkunden Sitten und Rituale, die diesem Zweck dienen können  zu Hause, in der Schule und sogar in unseren Partnerschaften.

 
 
 
 
 
 

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