Ängste verstehen

30 Oct 2018

Kompaktkurs am Wochenende

BEGINN Ängste verstehen

Online-Gruppenkurs mit  Jule Epp

Termine:

Mittwoch, 31. Oktober (Einleitung) und 16. – 18. November 2018 (Fr – So)

So bleibt trotz Kurs noch  genügend Zeit für ein entspanntes Wochenende.

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Kursbeschreibung

Es herrscht zurzeit eine Epidemie von Ängsten bei Kindern jeden Alters. Schätzungsweise 1 von 8 sogar bis zu 1 von 5 Kindern würden sich für die Diagnose „Angststörung“ qualifizieren, weswegen sie zur häufigsten Diagnose bei Kindern gehört.

Ängste nehmen viele Formen an, wie z.B. Fixierungen, Zwänge, Phobien, Panikattacken und viele andere verblüffende, suchende und vermeidende Verhaltensweisen.

Verschiedene Strategien sind entwickelt worden, die Kinder mit Angstproblemen behandeln sollen, aber die meisten Interventionen sind Methoden die aus der Erwachsenenbehandlung stammen und für die Behandlung von Kindern problematisch sind. 


Nur was wir verstehen, können wir behandeln. Hier setzt Dr. Neufeld die Puzzleteile zusammen, aus denen das Thema Angst besteht, um ihre tiefen Wurzeln in der Trennungsangst zu offenbaren.

 

Dr. Neufelds umfassendes Modell der Bindung bietet ein neues Verständnis von Trennung und legt das Fundament für die effektive Behandlung und Heilung von Ängsten.

Indem er uns eine Landkarte für den Trennungskomplex an die Hand gibt, zeigt er auch die Beziehung zwischen Ängsten und anderen, weit verbreiteten Kindheitsthemen wie Dominanz, Aggression und Aufmerksamkeitsproblemen.

 

Dr. Neufeld bringt eine frische und vielversprechende Perspektive zu einer  der beunruhigendsten und verblüffendsten menschlichen Problemen.

Gliederung des Kurses

Lektion 1: Neurowissenschaft der Angst

Der Schwerpunkt der ersten Lektion liegt auf den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen über Ängste. Die dabei bedeutendste Entdeckung ist, dass der Mensch ein komplexes und umfassendes Alarmsystem besitzt. In dieser Lektion wird die Anatomie und die Funktionsweise des Alarmsystems erklärt. Es wird deutlich, dass das System drei verschiedene Möglichkeiten hat zu reagieren, wenn wir alarmiert werden.

Damit es allerdings auf optimale Weise arbeiten kann, ist es notwendig, dass beim Kind oder beim Erwachsene adaptive und integrative Funktionen entwickelt sind. Die Entwicklung dieser Funktionen hängt wiederum von eine gesunden und gut entwickelten limbischen System und zerebralen Cortex ab. Einschränkungen in diesen Funktionen können chronischen oder ungemäßigten Alarm zur Folge haben. Es werden die Charaktereigenschaften aufgezeigt, die sich aus einem gesunden und gut funktionierendem Alarmsystem ergeben.

 

Lektion 2: Ängste, Bindung und Verletzlichkeit
Um herauszufinden, was uns alarmiert, müssen wir uns die Bindungsforschung genau anschauen und unsere Vorstellung davon neu definieren, was wir als eine Bedrohung empfinden – und dies ist vor allem die Konfrontation mit Trennung in all den verschiedenen Variationen. Ein umfassendes Verständnis von Bindung verschafft uns tiefe Einsicht, die uns hilft, die Prozesse auf neurobiologischer Ebene verstehen zu können. Den dritten und letzten Schlüssel, um die Zusammenhänge zu verstehen, stellt uns jedoch die Theorie der Verletzlichkeit zur Verfügung, wenn wir verstehen, dass die Konfrontation mit Trennung eine Verletzlichkeit bedeuten kann, die wir nicht aushalten können und deswegen verdrängen. Die Blindheit, die sich daraus ergibt, lähmt das Alarmsystem und trennt die Symptome der Angst von dem zugrundeliegenden Alarm.

Lektion 3: Arbeitsmodell der Angst

In dieser Lektion werden die Erkenntnisse zu einem Arbeitsmodell der Angst zusammengefügt. Je nach Schwere der Panzerung entstehen drei verschiedene Arten von Alarm-Problemen: Angst-basiert, Unruhe-basiert und Adrenalin-basiert, alle mit einem breiten Spektrum an Symptomen. Hauptsächlich liegt der Schwerpunkt dieser Lektion jedoch zum Einen darin, zu verstehen, wie Zwangsvorstellungen und Zwangshandlungen entstehen. Diesbezüglich werden sieben verbreitete Grundmotive unserer Ängste dargestellt. Die Anzeichen von Ängstlichkeit zu erkennen ist der Schlüssel, um den ihr zugrundeliegenden Alarm anzugehen. Vorbereitend auf die Lektionen über die praktische Anwendung des Modells listet Dr. Neufeld sechs Gründe für die Zunahme von Ängsten bei unseren Kindern auf.

 

Lektion 4: Umgang mit Ängsten

In dieser letzten Lektion werden sechs überraschende Lösungen beschrieben, um die Ängste unserer Kinder zu verringern. Diese Lösungen sind jedoch nicht mehr überraschend wenn wir die Dynamik von Ängsten verstanden haben, jedoch sind sie in dem Sinne überraschend, dass sie der gängigen Praxis, mit Ängsten umzugehen, zuwiderlaufen. Ebenso sind sie überraschend, weil Eltern wieder das Steuer in die Hand nehmen, um selbst die entscheidende Antwort auf die Ängste ihrer Kinder zu sein. Und zuletzt sind sie deshalb so überraschend, weil sie keine medizinischen Interventionen und doch so hochgradig wirkungsvoll sind, insbesondere bei Kindern. Dr. Neufeld hat seit über 40 Jahren Angstprobleme auf der Grundlage dieses Modells behandelt und beschreibt in dieser Lektion die Essenz dieser Lösung, die auf dem Verstehen der gesamten Thematik beruht.

Gebühren und Anmeldungsdetails

Die Kursgebühr für die Einzelanmeldung beträgt 195,- €, Vertiefungstraining für Kursleiter und Studierende im Kursleitertraining 75,- €, Erziehungspartner 122,50 €, Wiederholer 79,- € und für Gruppen ab sechs Personen reduziert sich die Kursgebühr auf 150,- €. In der Kursgebühr enthalten ist ein 6-monatiger Zugang zum virtuellen Campus und somit zum Videokurs, dem Material und dem Forum und vielen weiteren unterstützenden Materialien.

 

Gebühren für Vor-Ort-Kurse der Neufeld-Kursleiter werden von diesen individuell festgesetzt und können variieren.

 

Kurskoordination

Jule Epp, jepp@neufeldinstitute.de

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